Zum Inhalt springen

Erlebnisreise Jahreshauptversammlung

von Thomas und Birgit Drobisch | |   RU

Okay, wir waren vorgewarnt: Jahreshauptversammlungen der RU haben immer ihren besonderen Reiz.und den wollten wir unbedingt mal miterleben: Büren ist von Hamburg mit unserem Wohnmobil rund vier Stunden entfernt.

Ein Bericht von Birgit und Thomas Dobrisch

Gut, wir reisten am Mittwoch, 24. Mai 2017, vom Norden erstmal ohne Reisemobil an. Unser Mobil kam vom Süden, Polch; Firma Riepert lieferte dieses nach sieben Monaten „Werft“, frei Haus zum Wohnmobilstellplatz Büren (separater Bericht folgt demnächst).

Unser erstes Highlight war die Übergabe des komplett sanierten Reisemobils mit Sekt und Blumen. Das zweite Highlight folgte am nächsten Tag: Eine Wasserwaage, die im Alkoven lag, musste noch schnell verräumt werden; gleiches hätte auch mit den Holzschuhen passieren müssen, die im Gang herumlagen. Und schon war es passiert: Fuß umgeknickt… Nicht, dass Michael Schütte den Aufenthalt in Büren für alle organisiert hat, nein, er packte Birgit in seinen Pkw (Erika kam als moralische Unterstützung mit) und fuhr sofort in die Notfallpraxis Büren. Diagnose: Bänderriss links. Zur Sicherheit ab ins Krankenhaus St. Josef, nach Salzkotten, „Sie wissen, wie Sie dahin kommen?“ „Natürlich nicht, ich bin ja aus Hamburg!“ Aber, Michael hat sich so etwas schon gedacht: Also,circa 20 Kilometer weiter. Von Hamburg lange Wartezeiten gewohnt (es war ja Himmelfahrt, mittags halb eins), traf es Birgit völlig unerwartet, dass sich nur zwei weitere Patienten im Wartebereich aufhielten! Gefühlt eine Bonbonlänge (ich hatte welche im Rucksack) später, wurde ich aufgerufen. Die erste Diagnose wurde bestätigt, aber um einen Bruch (wo auch immer im Fuß) auszuschließen, musste dieser geröntgt werden. Zu ihrer eigenen Sicherheit wurde Birgit in einen Rollstuhl gesetzt und Erika durfte sie schieben. Um den Bänderriss links kam Birgit nun nicht mehr herum. Schnell noch ein Paar Schienen um den Knöchel: „Das sind jetzt Ihre Bänder, die Sie für 6 Wochen Tag und Nacht tragen müssen,“ und schon war Birgit wieder zurück auf dem Stellplatz in Büren – gerade rechtzeitig zum (reisemobilen) Umzug auf den Segelflugplatz, der vom Donnerstagabend bis Sonntag der diesjährige Treffpunkt für die Hauptversammlung der RU sein sollte.

In einem fast nicht enden wollenden Konvoi zogen wir auf einem beängstigend schmalen Weg durch die Felder zum Segelflugplatz. Michael Schütte dirigierte die „einfliegenden Reisemobile“ auf ihre endgültige Parkposition. Um nach der aufregenden Anfahrt die Nerven zu beruhigen, lud der Präsident und der Vorstand alle Anwesenden zum Sekt ein. Die Mitglieder des Flugclubs hatten bereits den Grill angeheizt und versorgten uns mit vorzüglichem Grillgut. Der Himmelfahrtsabend klang aus in geselliger Runde in und um das Vereinsgebäude.

Am Freitagmorgen, gestärkt durch die von Michael bereits um 7:00 Uhr bereitgestellten Brötchen startete der Bus zum Quax-Museumshangar am Flughafen Lippstadt-Paderborn. Michael hatte für die Teilnehmer eine Privatführung durch das Museum organisiert. Wir bekamen die Möglichkeit auch in Bereiche zu schauen, welche normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Das war super, vielen Dank! Andere Teilnehmer wurden nach Paderborn gefahren und wieder abgeholt. Ein Service ohnegleichen!

Am Nachmittag bis einschließlich Sonntag nutzten die Teilnehmer der RU-Versammlung rege das Angebot zum Mit-(Fliegen) per Segelflugzeug, Motorflugzeug und Motordrachen. Zum Abendbrot wurde ein abwechslungs- und umfangreiches Buffet aufgebaut.

Ach, und dann war Sonnabend, 10:00 Uhr, Jahreshauptversammlung, unser drittes Highlight. Mit unseren Campingstühlen zogen wir in den freigeräumten Hangar. Wir erlebten eine konstruktive und harmonische Veranstaltung mit sehr interessanten Diskussionen. Gestärkt von einer leckeren Mittagssuppe tagten wir bis zur Kaffeezeit. Die Zeit verging wie im Fluge. Wir gehen davon, dass es zum Inhalt der Jahreshauptversammlung einen gesonderten Bericht geben wird.

Am Sonntagmorgen um 10:00 Uhr folgte Thomas persönliches Highlight: Extra für ihn kam der Pilot des Motordrachens und ab ging es in die Luft. Die Ruhe vor dem Sturm und dem folgenden Unwetter ausnutzend, drehten die Beiden ihre Runden über Büren und Umgebung. Was für ein Ausklang einer rundum gelungenen Veranstaltung! Vielen Dank Michael, dass Du uns ein unvergessliches Wochenende bereitet hast. Wir haben bei allerbestem Wetter mit tollen Teilnehmern eine super Mitgliederversammlung verbracht.

Thomas und Birgit Drobisch, Besatzung Niesmann Clou, 670 F auf DB 814.

 

 

Zurück
Dobrisch_Uebergabe_WoMo.jpg
Übergabe des Wohnmobils (Foto: Birgit und Thomas Dobrisch)