Ford-Motoren

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sonnenlicht
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Ford-Motoren

Beitrag von sonnenlicht » 28. Dezember 2015, 19:32

Der ADAC schreibt in der Motorwelt Dez. 2015.

Das Desaster bei Reisemobilen mit Ford-Motoren ist noch nicht gelöst.

Alle Transit-Camper (Bj. 2006-2011; 2,2 TDCI-Motor) sollen ihr Fahrzeug in einer Ford-Werkstatt überprüfen lassen.
Ab Dezember 2015 soll das angekündigte Software-Update bei den Händler verfügbar sein.
Die Service Aktion ist kostenfrei aber alle Fahrer sind Ford nicht bekannt.

Allzeit gute Fahrt sonnenlicht.
Die Stille ernährt, der Lärm verbraucht.
Reinhold Schneider

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Siegfried
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Re: Ford-Motoren

Beitrag von Siegfried » 12. Januar 2016, 16:58

Das Update ist jetzt da - die ersten Erfahrungen von Ford- Fahrern sind allerdings durchwachsen:

Viele klagen, dass der Motor nach dem Update wesentlich an Leistung und Drehmoment verloren hat.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Gruß
Siegfried

CaraWarn
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Re: Ford-Motoren

Beitrag von CaraWarn » 20. Oktober 2018, 21:13

Moin moin,
ich fahre einen solchen betroffenen Ford. Wir haben uns das Womo nach reiflicher Überlegung vor gut 3 Jahren gekauft, nachdem ich mich damals intensiv schlau gelesen habe.
Mein Motor hatte bereits das Update bekommen und hat auch eine neue Einspritzanlage bekommen. Hatte der Vorbesitzer schon alles machen lassen und war zufrieden, musste dann aus gesundheitlichen Gründen verkaufen, so dass wir günstig zuschlagen konnten.

Zum Fahrverhalten: Ich kenne ja nicht den direkten Vergleich, jedoch kann ich generell keine Probleme feststellen. Der Motor hat eine gute Durchzugskraft und da wir immer am Limit von 3,5Tonnen uns auf Tour bewegen, schafft er selbst diese 3,5Tonnen jeden Berg gut rauf zu bringen.

Da ich im Bekannten und Verwandtenbereich 2-3 Kfz-Meister habe, habe ich den Motor da auch schon einige male rundum prüfen lassen und habe von dort auch bisher immer einen "Daumen hoch" bekommen. Der Motor schnorrt wie eine Katze und macht keine Anzeichen von den beklagten Motorplatzer.

Meinung zur Ursache bzw. Vorbeugung:
Wenn man sich damit näher beschäftigt dann betrifft dieses Problem zu 98% die Wohnmobilfahrer und weniger die Handwerker die ja weit mehr mit diesen Ford-Motoren herum fahren.
Was ich in sehr vielen Foren hierzu lesen konnte und auch meine Meinung ist, dass der 2Liter-Ford-Motor keine niedrige Drehzahl am Drehzahlminimum mag, also das untertourige fahren!
Das Problem liegt meines Erachtens darin, dass Wohnmobile immer an der maximalen Gewichtsgrenze unterwegs sind, wenn man auf Tour ist. Somit haben die Motoren volle Leistung zu bringen, wenn sie 3,5 Tonnen gerade auch Bergauf rauf bringen sollen.
Gleichzeitig möchte der gemeine Reisemobilist möglichst wenig Sprit verbrauchen und hat ja such die Zeit um gemütlich zu fahren. Fazit daraus: Es wird mit sehr sehr niedriger Drehzahl und damit immer gerne am Drehzahlminimum gefahren.
Und genau da sind wir aus meiner Sicht bei dem Problem, dass dann der Motor gerne verrusst und dann die bekannten Folgeprobleme auftreten "können", da als Ursache die nicht saubere Verbrennung und das Verrussen des Zylinders als Ursache gesehen wird.

Handwerker haben aus meiner Sicht damit weniger ein Problem, da gerade die Angestellten weniger spritsparend Fahren. Da ist Drehzahl gefragt, genau das was kaum ein gemütlicher Wohnmobilfahrer macht.

Fazit für mich und Tipp für andere: Spritsparen ist ja sinnvoll, jedoch nicht übertreiben, denn der Motor hat einfach eine saubere Verbrennung, wenn er eine gewisse Drehzahl hat oder sogar auch mal mit sehr hoher Drehzahl "frei geblasen" wird. Damit wird dem Fordmotor aus meiner Sicht auch nichts passieren. Und mal 1/2 Liter mehr Sprit verbrauchen als "kleine Versicherung" gegen größere Probleme ist sicherlich auch gut investiert, zumal man dann auch 1/2 Stunde früher am Ziel ist und gemütlich einen Espresso auf einen gelungenen Motorschutz trinken kann. ;-)

Ich selbst bin eher ein rasanter Fahrer, so dass ich auch nur bedingt der Spritsparer bin mit "Extra früh schalten" und "Untertourig fahren". Somit kommt mir diese "Lösung des Problems" auch sehr zu Gute, denn wenn meine Frau wieder mal neben mir sitzt und "böse guckt" oder sogar die berühmten Worte " Haben wir es eilig...???" sagt, dann ist meine Antwort:

Schatzi, ich muss so fahren, denn der Motor muss geschützt werden!!! :D :D :D
Andreas Matthes
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juergen1150gs
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Re: Ford-Motoren

Beitrag von juergen1150gs » 4. November 2018, 00:49

Ich sehe das aber GANZ ANDERS! (bin selber betroffer)

Das Fahrzeug ist auf zGG. von 3,5 t ausgelegt und muss das auch im Dauerbetrieb leisten können. Und wenn, dann sind Handwerker auch öfter mal überladen... mag gar nicht dran denken, wie manche da unterwegs sind.

Egal, ob Drehzahl hoch oder niedrig. Die Schäden sind konstruktionsbedingt. Man wollte an Material (=>Kosten und Gewicht) sparen. Wie sonst sind Kolbenbrüche zu erklären???

Ich schraube jetzt seit seit 45 Jahren an Motoren rum (Motorsägen, Kleinkraftrad, Motorrad, PKW, LKW, Panzer..., bin gelernter Kfz-Mechaniker) aber von einem Kolbenbruch hab ich bis zur aktuellen Aktion nichts gehört und auch keinen gesehen. In den1970'ern vielleicht mal abgerissene Ventile, die auch ein Kostruktionsmangel waren.

Denk da mal drüber nach!

Achso: Die neue Software ist bei mir seit 2 Wochen drin. Bin zwar grade unteregs, aber klare Aussagen kann ich noch nicht machen. Ein echter Erfahrungsberichtt folgt im nächsten Sommer, wenn das WoMo wieder den Anhänger mit den Motorrädern zu schleppen hat.

CaraWarn
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Re: Ford-Motoren

Beitrag von CaraWarn » 4. November 2018, 10:43

Moin moin Jürgen,
das mag ja alles sein, aber was hilft es wenn wir es schlecht reden???
Wir können natürlich alle ordentlich jammern und Angst und Schrecken verbreiten, aber das einzige was damit passiert ist dass wir den Wert aller Ford-Fahrzeuge kaputt reden und nur die Schaden die solch einen Wagen haben und eventuell verkaufen wollen.
Ford wird trotz jammern nicht mehr machen, oder?

Aus meiner Sicht hilft es, wenn man schaut wie es denn einfach nicht passiert und das so wenig wie möglich solche Probleme auftreten. Also wo ist die Lösung...???

Und ich bin weiter davon überzeugt, dass es ein Problem der typischen Fahrweise von Wohnmobilisten ist.
Vorab möchte ich sagen, dass es trotzt der bekannten Fälle immer noch nur ein Promille-Bereich sind wo überhaupt solche Probleme aufgetreten sind. Ist sicherlich ein Problem, aber ja kein generelles dass man davon ausgehen sollte, dass es überhaupt einen trifft.
Aber von den bekannten Fällen kommt es nur sehr sehr wenig bei Handwerkern vor. Wenn dann sind es in der Regel Wohnmobilisten. Ich kenne einen Handwerker mit gut 20 solcher Fahrzeuge in den letzten Jahren und er kauft noch heute Ford, da er damit beste Erfahrungen hat und bei Ihm die Fiat- Ducatos immer nur ärger gemacht haben.

Finde leider den Link nicht wieder, wo ich das her habe, aber der Ansatz war dort als Ursache, dass durch die Einspritzung bei sehr niedriger Drehzahl und maximalen Gewicht die Möglichkeit einer Ablagerung von Rußpatikel besteht. Damit wird dann nicht mehr gleichmäßig eingespritzt und der Kolben kann damit einseitig Überhitzen und durchbrennen, was dann mit den bekannten Problem endet.
Und mir ist kein Fall bekannt wo nach der Optimierung der Einspritzung dann noch solch ein Problem aufgetreten ist.
Somit denke ich (und hoffe natürlich auch), dass es die Lösung ist und wir alle als Besitzer eines solchen Fahrzeuges in Zukunft auch keine Probleme mehr haben.
Denn auch nur so bekommen wir einen fairen und ordentlichen Preis wenn wir das Wohnmobil mal verkaufen wollen. ;-)
Andreas Matthes
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