Schiedsverfahren Autohaus vs. Werkstattkunde

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elresy2009
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Schiedsverfahren Autohaus vs. Werkstattkunde

Beitrag von elresy2009 » 15. Mai 2016, 14:11

Nach Werkstattaufenthalt mit dem Reisemobil wurde mein Gesprächswunsch mit dem Inhaber der Markenwerkstatt abgelehnt und stattdessen hatte dieser ohne Vorwarnung ein Schiedsverfahren bei der Schiedsstelle IDK, Innungen des Kfz-Technikerhandwerks Niedersachsen-Mitte und Osnabrück, beantragt.

Auslöser waren schwere Beschädigungen an Fahrzeugteilen aus Anlass von Wartungsarbeiten. Die Schadenbehebung wurde anschließend von der DB-Niederlassung Weser-Ems, Bremen durchgeführt. Die Rechnung des Autohauses betrug € 1.800,- und die Rechnung für die Schadensbehebung durch Weser-Ems € 3.464,-

Im Vorfeld der Verhandlung wurde von beiden Seiten über die IDK Stellungnahmen ausgetauscht. Dabei fielen mir die vom Leiter der IDK angefügten Randnotizen an den Stellungnahmen des Autohauses auf, die nach meiner Einschätzung als Parteinahme zu werten waren. Entsprechend skeptisch bereitete ich mich auf den Verhandlungstermin vor. Zu dem Zeitpunkt wusste ich kaum etwas über die Zusammensetzung des Richtergremiums.

Zum Termin saßen am Richtertisch der Vorsitzende des Gremiums,
ein neutraler RA einer Kanzlei aus Hannover,
eine RA’in als Vertreterin der Innung,
ein Mann vom TÜV,
einer von DEKRA
sowie ein Mann vom ADAC.

Im Verhandlungs-/Gesprächsverlauf kam zu keiner Zeit ein Gefühl von Parteilichkeit auf – im Gegenteil, alle Schiedsamts-Mitglieder waren zu jeder Zeit um Neutralität bemüht.

Da ich mit äußerst geringer Erwartungshaltung in die Verhandlung gegangen war, konnte ich doch mit den mir zugesprochenen € 1.200,- relativ zufrieden den Verhandlungsort in Garbsen verlassen.

Fazit: keine Angst vor Schiedsverfahren!

Freundlicher Gruß Reinhold Stalgies

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Siegfried
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Re: Schiedsverfahren Autohaus vs. Werkstattkunde

Beitrag von Siegfried » 9. Juni 2016, 13:59

Hallo Reinhold,

verstehe ich das richtig? Die Werkstatt hat an Deinem Mobil Schäden verursacht, deren Beseitigung Dich 3.464 Euro gekostet hat?
Und die Schiedsstelle hat Dir dafür eine Entschädigung von 1.200 Euro zugestanden?

Da ist die Werkstatt aber gut weggekommen, und Du trägst es offenbar mit Fassung: Besser 1.200 Euro als gar nichts...

Gruß
Siegfried

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elresy2009
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Re: Schiedsverfahren Autohaus vs. Werkstattkunde

Beitrag von elresy2009 » 9. Juni 2016, 14:38

Dein Fazit stimmt Siegfried. Leider konnte ich so gut wie nichts beweisen und die Verursacher "pinkeln sich in der Regel nicht selbst ans Bein"
Es war besonders schwierig für die NL, die defekten Teile ausfindig zu machen. Niemand konnte damit rechnen, dass die Kardanwelle (mutwillig ?) beschädigt wurde. Die Suche nach der Ursache für die Vibrationen war sehr aufwendig und hatte die Erneuerung der Welle zur Folge. Außerdem wurde auf Verdachtsmomente hin ein Achsschenkel, die Spurstangen und eine Felge erneuert.
Das Ganze war eine ziemliche Horrorgeschichte, die kaum jemand einer Vertragswerkstatt von MB zutraut.
Gruß aus Ristedt
Reinhold

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