Bei der Restaurierung eines 36 Jahre alten Niesmann & Bischoff Clou Liner 1 stand bei Marc Beutelspacher vom Ingenieurbüro Innovandom auch der Sonnen- und Insektenschutz für den Innenraum auf der Aufgabenliste. Die vorhandenen Anlagen sollten ersetzt werden, doch die Suche nach einer passenden Lösung erwies sich als schwierig. Die am Markt verfügbaren Lösungen entsprachen jedoch weder gestalterisch noch hinsichtlich Material und Verarbeitung den Vorstellungen für den hochwertig restaurierten Oldtimer. Insbesondere die oftmals recht massiven Kunststoffrahmen in Grau oder Beige sowie Verdunkelungen aus Cellulose überzeugten Beutelspacher nicht. Gesucht war eine Lösung, die sich harmonischer in den Innenraum integrieren lässt und zugleich robust genug für den Einsatz im Reisemobil ist.
Da sich auf dem Markt kein Produkt fand, das den Vorstellungen hinsichtlich Robustheit, Gestaltung und Verarbeitung entsprach, suchte Beutelspacher zunächst für den Eigenbedarf nach einem geeigneten Partner. Fündig wurde er beim deutschen Hersteller FIHALUX. Auf Basis dessen Systembaukastens entwickelten Innovandom und FIHALUX gemeinsam ein Baukastenprogramm für Reisemobile, das Eleganz und Design mit Qualität und robuster Bauart kombiniert.
Das Programm deckt verschiedene Einbausituationen ab und lässt der individuellen Gestaltungsfreiheit jeden erdenklichen Raum. Die Lösungen reichen vom Plissee für den Wohnraum und die Dachluke über Systeme für die Aufbautür bis zum Privacyplissee für die Frontscheibe.
Mehr als 400 Stoffe und sechs verschiedene Rahmenfarben ermöglichen es, den Sonnen- und Insektenschutz auf die Gestaltung des jeweiligen Innenraums abzustimmen oder gezielt farbliche Akzente zu setzen. Auch Lichtdurchlässigkeit, Sicht- und Sonnenschutz lassen sich je nach Einsatzbereich auswählen. Das Spektrum reicht von transparenten über blickdichte bis hin zu abdunkelnden Stoffen. Eine Alternative zum klassischen Mückengitter kann beispielsweise ein transparenter Plisseestoff sein. Damit lässt sich der Insektenschutz stärker in die Gestaltung des Innenraums einbeziehen, statt ihn ausschließlich als funktionales Element zu betrachten.
Die Anlagen sind für alle gängigen Fenster- und Dachfenstersysteme im Reisemobilbereich erhältlich und werden individuell auf Maß gefertigt. Auch beim Einbau können Reisemobilbesitzer zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. „Uns war wichtig, dass sich die Lösung an das Fahrzeug, aber auch an die handwerklichen Möglichkeiten des Besitzers anpasst. Deshalb reicht unser Angebot vom Baukasten für den Selbsteinbau bis zum kompletten Einbauservice. Jede Anlage wird dabei exakt auf das benötigte Maß gefertigt. Die Maßanfertigung gehört dabei zum Standard und verursacht keinen zusätzlichen Aufpreis.“, erklärt Marc Beutelspacher.
Das in Baden-Württemberg ansässige Unternehmen bietet seine Leistungen deutschlandweit an. Bei einer weiteren Anreise lässt sich der Einbau beispielsweise mit einer Reise in den Süden verbinden: Bei einem ersten Termin wird das Fahrzeug vermessen, nach der Fertigung können die Anlagen bei einem weiteren Termin auf der Rückreise montiert werden. Die Fertigungszeit beträgt nach Angaben des Unternehmens in der Regel zwei bis drei Wochen.