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Traumstart für RU-Treffen Ost

Campertreffen Leipzig | 3. – 8. September 2026

Mit dem Wort Perfektion soll man zu Recht vorsichtig umgehen. Aber ganz dicht dran waren die Organisatoren des Campingtreffens Leipzig 2026. Was Ute und Andreas Stolper sowie Kerstin und Frank Stieler auf die Beine gestellt haben nötigt schon Respekt ab.

Roadtrip-Vibes, Dance und leuchtendes Neonschild: Das Campertreffen 2026 legte einen echten Traumstart hin! In einer Kulisse, die haargenau aus einem US-amerikanischen 50s-Diner entsprungen sein könnte, wurde das Event schwungvoll eröffnet. Frank Stieler, der Chief in Command des Organisationsteams, schnappte sich das Mikrofon und stimmte die Menge mit einer gehörigen Portion Humor und Charme auf die kommenden Tage ein. Nach einer kurzen Tour durchs Programm hieß es schließlich offiziell: Welcome on Board und auf eine unvergessliche gemeinsame Zeit!

Die Community nutzte den Abend ausgiebig zum ersten Beschnuppern, denn die Gesichter waren bunt gemischt: Neben treuen Reisemobil-Union-Veteranen mischten etliche neue Crews das Feld auf. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen voller Abenteuerlust – vereint durch das eine große Ziel: gemeinsam eine legendäre Zeit zu haben. Zum krönenden Abschluss blieb natürlich kaum einer auf den Bänken sitzen. Passend zum Kulissen-Feeling wurde zu bester Country-Musik das Tanzbein geschwungen. Wenn dieser Auftakt ein Vorgeschmack auf die nächsten Tage war: Buckle up, folks – das wird großartig!

„Sportlich“ – so lässt sich das straffe Programm am besten zusammenfassen. Während sich eine wackere Truppe zu Fuß aufmachte, um die nähere Umgebung auf Schusters Rappen zu erkunden, schwang sich die zweite Fraktion unter der fachkundigen Regie von Andreas Stolper in den Sattel. Bei einer steifen Brise Gegenwind zeigte sich schnell, wer brav den Akku
geladen hatte: Dank eifriger Watt-Unterstützung schoss die E-Bike-Eskorte trotz Sturmstärke locker über den wunderbaren Radweg. Ziel der Etappe war ein ausgesprochen uriges Lokal, das kulinarisch keine Wünsche offenließ. Was die Speisekarte hergab, landete auf den Tellern – und sagen wir es mal so: Es war schlicht und ergreifend ein Gedicht. Die Belohnung für die Mühen folgte auf dem Rückweg zum Knaus-Campingplatz: Mit ordentlich Schiebewind im Rücken segelten alle fast von ganz allein zurück ins Lager.

Am Abend stand eine Kabarett-Dinner-Show auf dem Plan, die dem Wort „Rahmenprogramm“ alle Ehre machte. Hier gab es nicht nur exquisites Essen in festlicher Atmosphäre, sondern auch beste Stand-up-Comedy im hautnahen Live-Erlebnis. Mit Manni enterte ein echter Profi der Szene die Bühne. Sein aktuelles Programm lautete „Manni geht ans Eingemachte“ – und das war keineswegs zu viel versprochen: Trockener Humor, treffsichere Pointen und kein Thema, das vor ihm sicher war. Sagen wir es so: Wer nach dem köstlichen Essen dachte, er könnte entspannt verdauen, hatte die Rechnung ohne Mannis Pointen-Feuerwerk gemacht. Ein Abend für Magen und Zwerchfell!

Auf Leipzig, die Stadt und die Sehenswürdigkeiten waren die Teilnehmer besonders neugierig. Auf dem Programm stand – und zwar im Doppelpack aus Panoramasicht vom Busfenster und strammem Fußmarsch – ein intensiver Besuch der Stadt. Unsere ortskundige Stadtführerin erwies sich als wandelndes Lexikon und verpasste uns eine „Tour de Force” durch die Leipziger Geschichte, den Stadtverkehr, die Architektur und den Wandel seit der Wende. Zu wirklich jedem Stein wusste sie eine Anekdote. Erster echter Wow-Moment: Das Völkerschlachtdenkmal. Ein gigantischer Koloss von einem Bauwerk! Die schieren Dimensionen rauben einem den Atem, während die historische Kulisse dahinter kräftig zum Nachdenken anregt.

Nach der Dosis Gigantismus ging es zur Stärkung in die Traditionsgaststätte „Napoleon“ – kalorientechnisch quasi eine Vorbereitung auf den nächsten Feldzug. Frisch aufgetankt wartete die Leipziger Altstadt: Vorbei an der Thomaskirche schlenderten wir von Promi-Sehenswürdigkeit zu Promi-Sehenswürdigkeit, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, bis hin zur Nikolaikirche als Wiege der friedlichen Revolution von 1989. Man kann es gar nicht oft genug betonen: Leipzig hat sich herausgeputzt! Die restaurierte Bausubstanz ist eine Wucht, und das quirlige Leben in den unzähligen Cafés, Bars und Restaurants macht einfach Lust auf mehr.

Dass Leipzig eine Medienstadt ist, wussten wir – doch was das Orga-Team mit der Führung durch das MDR-Medienzentrum aufgetischt hat, war ein Blick hinter die Kulissen der ganz besonderen Art. Eine sympathische Führerin schickte uns mitten hinein in die Welt der großen Fernseh-Magie und zerlegte unsere TV-Romantik innerhalb von Minuten in ihre Einzelteile.Erste Station: Die berühmte „Sachsenklinik“ aus der Serie „In aller Freundschaft“. Die ernüchternde Erkenntnis? Kein echtes Krankenhaus, keine echten Ärzte – alles reine Studio-Attrappe! Weiter ging das große Entzaubern beim Boulevard-Magazin „Brisant“: Die schicke Studio-Kulisse entpuppte sich als schnöde, knallgrüne Box. Und auch im Nachrichtenstudio kocht man nur mit Wasser: Die Moderations-Profis lesen ihre schlauen Texte ganz entspannt vom Teleprompter ab. Der Einzige, der noch echten Nervenkitzel erlebt, ist der Wettermann: Er muss seine Vorhersage millimetergenau auf die Sekunde timen, bevor die Regie knallhart den Stecker zieht. Fazit: Ein faszinierender und extrem unterhaltsamer Lehrgang in Sachen TV-Trickserei. Da hat unser Orga-Team mal wieder absolut ins Schwarze getroffen! Bei einem abendlichen Grillfest konnten alle bisherigen Eindrücke nochmals diskutiert werden.

Der letzte ganze Tag beim Campertreffen 2026 in Leipzig stand ganz im Zeichen der Tiefenentspannung – eine Disziplin, die von allen Beteiligten ohne Murren und mit absoluter Hingabe gemeistert wurde. Nachmittags ging es direkt in die kulinarische Verlängerung: Kaffee und Kuchen satt! Als wäre das nicht schon Verwöhnung genug, zog das Orga-Team ein Ass aus dem Ärmel und überraschte jeden mit einem genialen Erinnerungsgeschenk. Ab sofort ziert eine Fußmatte mit dem offiziellen Logo des Leipziger Campertreffens die Türschwellen unserer Mobile. Ein perfektes Souvenir: So tritt man die großartigen Erinnerungen an diese Tage künftig im Wortsinn täglich mit Füßen – im allerbesten Sinne!

Ein riesiges Dankeschön an das Team für diese fantastische Idee. Aber auch die Truppe ließ sich nicht lumpen. Als Vergeltungsmaßnahme für die Top-Organisation wurden die Macher des Treffens – Andreas und Ute sowie Kerstin und Frank – mit zwei prall gefüllten Präsentkörben voller Leckereien überrascht. Ehrenamt muss schließlich schmecken! Zum stilvollen Ausklang ging es abends auf Schusters Rappen (je nach Beinstärke als „romantischer Spaziergang“ oder „Verdauungswanderung“ deklariert) zu einem gemütlichen Gartenlokal. Bei deftigem Essen, kühlem Bier und einer bestens aufgelegten Live-Band wurde noch einmal ausgiebig das Tanzbein geschwungen.

Fazit: Das Orga-Team hat eine absolute Visitenkarte abgegeben! Alles lief wie am Schnürchen, und über die winzigen Kanten, die es vielleicht irgendwo gab, hüllen wir entspannt den Mantel des Vergessens. Und mal unter uns: Den Namen Frank Stieler merken wir uns definitiv – auch für zukünftige Projekte (Stichwort RU). Unsere volle Unterstützung hat er jedenfalls sicher!

Text: Kalle Meyer

Fotos: Kalle Meyer