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Text und Fotos: Kalle Meyer & Anne Büürma

Bilbao mit dem Wohnmobil zu erreichen stellt kein Problem dar. Wir (Anne & Kalle) sind über ein paar Stationen in Frankreich bei Biarritz nach Spanien gefahren. Wie fast immer haben wir Mautstraßen vermieden. Um Biarritz herum wurde der Verkehr recht heftig, aber was nützt die Aufregung: Es geht eh nicht schneller. Es ging über bestens ausgebaute Straßen unserem Ziel näher und dann lag endlich Bilbao vor uns. Nach einem 15 %igen letzten Anstieg zum Stellplatz, zielsicher fand unsere „Chantalle“ (Navi) die steilste einspurige Straße, auf der uns auch noch ein Bus entgegenkam. Dann standen wir auf dem Wohnmobilstellplatz oberhalb von Bilbao. Welch ein Stellplatz, gut 120 Meter über der Stadt, welch ein Blick auf Bilbao, man kann sich gar nicht satt sehen. Das Panorama reicht von der Altstadt über die neueren Stadteile bis fast hin zum Golf von Biskaya. Der Stellplatz ist so angelegt, dass alle Wohnmobile diesen fantastischen Blick genießen können. Wir haben Lust die Stadt zu erkunden. In den Abendstunden jedoch wurde der Ausblick auf die Stadt nochmals getoppt. Wie vor einem gigantischen Fernseher präsentiert sich uns der Blick auf die Stadt in der Dämmerung. Solch einen Stellplatz mit der Aussicht muss man wohl sehr lange suchen. Vielleicht ist er in Europa einmalig. Mit dem Linienbus (fährt vor dem Stellplatz ab) sind wir zur Innenstadt von Bilbao gefahren. Ungefähr 20 Minuten braucht der Bus. Uns wurde gleichzeitig der bessere und einfachere Weg zum Stellplatz vor Augen geführt. Eine lebendige, geschäftige Stadt, so unser erster Eindruck. Über  moderne, großzügig breite Straßen, haben wir uns langsam dem „Ria de Bilbao“ (Fluss mit Meeresanbindung) und damit auch dem Kongress und Musikzentrum genähert. Hier hat auch das Symphonieorchester Bilbao seine Bühne. Marinemuseum und kühne Brücken über den „Ria de Bilbao“ ließen uns staunen. Entlang des Flusses führte uns der Weg durch herrlich angelegte Grünflächen unserem Ziel, dem Guggenheim Museum, entgegen.

Wir haben das Museum zunächst nur von außen besichtigt. Selbst wer über kein Kunstverständnis verfügt, ist von diesem Gebäude fasziniert. Wir jedenfalls konnten uns gar nicht satt sehen. Natürlich werden wir die ganze Sache von Innen betrachten. Was soll man da sagen, das Gebäude ist innen wie außen ein Kunstwerk. Außen haben wir es ja schon bewundern können. Im Inneren sieht es ganz genauso ungewöhnlich aus. Einige Fotos werden hoffentlich einen kleinen Eindruck davon vermitteln. In den einzelnen Ausstellungen ist das Fotografieren streng verboten. Das wird auch durch reichlich Security überwacht. Uns ist es gelungen einige Fotos heimlich zu schießen. Wir haben ein Souvenir und gleichzeitig können wir einen kleinen Eindruck von den Ausstellungen zeigen. Das Gebäude allerdings ist für uns der eigentliche Star. Zufrieden und glücklich mit unserer Entscheidung Bilbao zu besuchen lassen wir diesen Tag ausklingen nicht, ohne den malträtierten Füssen ein wenig Pflege angedeihen zu lassen. Bilbao, ohne die Altstadt gesehen zu haben, geht gar nicht. Wir sind wiederum mit dem Bus bis fast vor Ort gefahren und haben uns die Altstadt in Ruhe angesehen. Viele kleine Geschäfte, Bars, Kneipen und Szenelokale sind dort zu finden. Unmöglich für uns alle Straßen zu sehen. Teils sind sie sehr schmal, versprühen aber einen ganz besonderen Charme. Wir haben uns sehr wohl in dieser schönen Altstadt gefühlt. Immer entlang des „Ria de Bilbao“ waren die nächsten Ziele das Theater, das Rathaus und wie könnte es anders sein, natürlich wieder das Guggenheim Museum. Den Abschluss bildete ein Rundgang durch den „Parque Republica de Abando“. Bilbao war ein überraschend, faszinierendes Ziel unserer  Reise. Nicht nur die architektonische Kunst, auch die vielen Kunstwerke in der Stadt und in den vielen belebten Parks haben unsere Erwartungen bei weitem mehr als erfüllt. Wir waren sehr gerne in dieser lebhaften Stadt, doch das Panorama vom einzigartigen Stellplatz bleibt unvergessen.

Kalle Meyer