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Jahreshauptversammlung der Reisemobil Union 2019 in Detern (Ostfriesland)

Glücklich die Mitglieder, die dabei waren...

von Kalle Meyer

Wo ist denn nur Detern? Um diese Frage gleich zu Beginn zu beantworten, Detern ist eine kleine ostfriesische Gemeinde, die zur Samtgemeinde Jümme im Landkreis Leer gehört. Die Jümme fließt durch die Gemeinde und verleiht ihr somit auch den Namen. Detern ist aber in diesem Jahr nicht nur eine kleine ostfriesische Gemeinde, nein Detern ist am Himmelfahrtswochenende 2019 Hauptstadt des Reisemobiltourismus in der BRD. Die Reisemobil Union e. V. (RU), immerhin der mitgliederstärkste Dachverband in Europa, veranstaltet die Jahreshauptveranstaltung 2019 in diesem liebenswerten Ort. Nun haben sich die Mitglieder der RU mittlerweile an so manchen Superlativ, was die Durchführung der JHV in den vergangenen Jahren angeht, gewöhnt. Es ist der RU in der Vergangenheit stets gelungen Organisatoren zu gewinnen, die eine JHV mit einem sehr attraktiven Rahmenprogramm, zu einem touristischen Highlight werden ließ. Da liegt die Latte schon mal sehr hoch. Gerade die Qualität der Rahmenprogramme hat sich unter den Mitgliedern schnell herumgesprochen. Jede JHV wurde mit mehr und mehr Teilnehmern belohnt. Eine erfreuliche Entwicklung, die auch von der guten und freundschaftlichen Stimmung innerhalb aller RU-Mitglieder sowie des Präsidiums profitiert. Die Vizepräsidentin der RU, Renate Leppin und ihr Ehemann Walter (Schriftführer RU) konnten als Organisatoren für die Durchführung der JHV 2019 gewonnen werden. Eine Mammut-Aufgabe und eine Herausforderung. Nach Veröffentlichung des Programmes zeichnete sich sehr schnell eine Rekordbeteiligung ab. Diese JHV 2019 hatte sogar ein internationales Flair, denn Gäste aus Luxemburg und der Schweiz gesellten sich zu uns. Bereits zwei Tage vor Beginn der Veranstaltung füllte sich der Reisemobil-Stellplatz, der komplett für die RU gesperrt war. Größere und kleinere Gruppen und Grüppchen saßen oder standen beieinander. Man freute sich sichtlich einander wiederzusehen, um in der Folge auch Zeit miteinander zu verbringen. Gemeinsam ist die RU am Freitag mit dem Reisebus aufgebrochen den größten Kreissaal der Welt zu besichtigen. Es ging zum Geburtsort der gigantischsten Kreuzfahrtschiffe der Welt, nach Papenburg/Ems zur berühmten Meyer-Werft. Unter fachkundiger Führung durften wir die Modulbauweise der Kreuzfahrtriesen bestaunen. Versiert und humorig wurden wir Laien in die Welt der Seefahrt eingeführt. Nicht alle RU-Mitglieder waren je in einer Werft und nur ganz wenige hätten sich die Hallen der Meyer-Werft so groß vorstellen können. Das war ein touristisches Highlight, das man erstmal toppen muss. Samstag ist eigentlich der wichtigste Tag. Pünktlich rief der Präsident zur JHV 2019. Die Einzelheiten zur Durchführung sollen nicht Gegenstand dieser Zeilen sein. Der Präsident wird zu gegebener Zeit sicherlich in den Medien der RU darüber berichten. Soviel sei aber angemerkt. Die JHV verlief so, wie das ganze Wochenende sehr harmonisch und freundschaftlich, auch im Ton. Zwar wurde durchaus kontrovers diskutiert, doch die Grenzen der Höflichkeit und der respektvolle Umgang miteinander nie überschritten. Traditionell muss man bei den JHVs der RU nicht verhungern. Da gab es „Blaue Zipfel“ aus Franken, Gulaschsuppe, Grill-Büfett und einen Spießbraten wahrhaft ostfriesischen Ausmaßes. Die Geselligkeit kam natürlich nicht zu kurz. Die eine oder andere Flasche musste dabei ihr Leben lassen. Gerüchte besagen, es sollen auch mehrere gewesen sein. Das ließ sich im Nachhinein nicht mehr überprüfen. Ein tolles Wochenende unter Freunden fand am Sonntag sein offizielles Ende. Der besondere Dank geht an Renate und Walter Leppin, die uns die Tage immer mit Rat und Tat zur Verfügung standen. Selbst den Wettergott haben sie bestochen, wir durften Ostfriesland bei herrlichem Wetter in Erinnerung behalten. Es bleibt nun die Vorfreude auf das nächste Jahr. Es geht in die Nähe von Nürnberg ins Fränkische. Wir sind gespannt... Was aber wird aus der Hauptstadt des Reisemobiltourismus, aus Detern? Detern ist und bleibt auch ohne die RU ein attraktives, liebenswertes Ziel in Ostfriesland. (K.M.)